Diversity Preis

 

Der Diversity Preis will das Bewusstsein dafür schärfen, dass sich Diversity-Management als Unternehmensstrategie lohnt und speziell für Organisationen in der Nordwestregion Anreize schaffen.
Ziel ist es, Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Projekte auszuzeichnen, die Unterschiede, Eigenheiten und Talente in der eigenen Organisation oder im Team nutzen, die sich erfolgreich für eine Kultur der Vielfalt einsetzen, einen Umgang pflegen, der von gegenseitiger Anerkennung und Wertschätzung geprägt ist.
Jedes Jahr wird auch eine Diversity Persönlichkeit ausgezeichnet. Vorschläge werden vom Zentrum für Interkulturelles Management & Diversity angenommen. Es sollte eine Person des öffentlichen Lebens sein, die sich überzeugend für Diversity einsetzt. Das Engagement der Diversity Persönlichkeit sollte in hohem Maß dazu beitragen, Vielfalt in der Gesellschaft oder im Arbeitsleben zu fördern. Ihr Einsatz sollte eine große Wirkungskraft in Bremen, der Nordwestregion oder überregional entfalten.

Gründe

Die Schaffung einer kulturell wie sprachlich vielfältigen Belegschaft, die Durchsetzung der Vereinbarkeit von Beruf und FamilieFamilie / Arbeit und Privatleben, die Zusammenführung der Fähigkeiten älterer und jüngerer Mitarbeitenden, die Förderung von Frauen in Führungspositionen, die Einrichtung flexibler Arbeitszeitmodelle, die Integration von Menschen mit verschiedenen körperlichen und geistigen Fähigkeiten etc. stellt Organisationen vor Herausforderungen, bietet aber auch eine große Chance für ein gutes Betriebsklima, individuelle eine hohe Motivation, weniger Fluktuation sowie größere Kundenzufriedenheit. Wird Vielfalt gelebt und gefördert, erhöht dies die Attraktivität von Organisationen für kompetente Fachkräfte aus aller Welt.

Geschichte

Der „Bunte Schlüssel: Vielfalt gestalten!“ wurde im Jahr 2010 im Zuge des vom Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderten Projektes, „BremerForum:Diversity“, vom Zentrum für Interkulturelles Management & Diversity der Hochschule Bremen entwickelt und wird seit 2012 in Kooperation mit dem Mercedes-Benz Werk Bremen einmal jährlich verliehen. Seit 2016 wird der Preis von einer Trägergemeinschaft aus Bremer Unternehmen und Institutionen vergeben.

Kriterien

Der Bremer Diversity Preis wird vergeben für die wirksame, beispielhafte Nutzung und Gestaltung von Vielfalt in der eigenen Organisation oder im Team, für die positive Darstellung von Vielfältigkeit nach außen, für die Bekämpfung diskriminierender Strukturen.
Ausgezeichnet werden in erster Linie die gelebte Diversity-Praxis sowie Konzepte, Maßnahmen und Aktivitäten, die sich bewährt haben und nachhaltig wirken, aber auch innovative neue Projekte. Nationalität, Ethnizität, Geschlecht, Alter, sexuelle Orientierung, körperliche und geistige Befähigung, Weltanschauung, Religion, Wissensdisziplin etc. können thematisiert werden.

Preis und Preisverleihung

Der Preis ist dotiert mit insgesamt 5.000 Euro. Jede_r Preisträger_in erhält eine Bronzeskulptur der Künstlerin Gisela Eufe, einen Diversity-Film, eine Urkunde sowie ein Siegel. Einmal jährlich im Dezember laden der Senat der Freien Hansestadt Bremen, die Hochschule Bremen und das Mercedes-Benz Werk Bremen im Namen der Trägergemeinschaft in die obere Rathaushalle zur festlichen Preisverleihung ein. Die Schirmherrschaft für den Diversity Preis hat Bürgermeister Dr. Carsten Sieling inne.

Alleinstellungsmerkmal

Der Bremer Diversity Preis ist die einzige Auszeichnung in Deutschland zur Anerkennung der ganzheitlichen Förderung von Vielfalt in Organisationen.

Zielgruppe

Die Auszeichnung richtet sich an Betriebe aus Wirtschaft, Handel und Verkehr, an soziale Einrichtungen, an Institutionen der öffentlichen Verwaltung, des Kultur-, Bildungs- und Wissenschaftssektors sowie an Non-Profit-Organisationen in der Nordwestregion. Begrüßt werden Bewerbungen aus einer möglichst breit gefächerten Branchenvielfalt – von der Logistikfirma, über das IT Unternehmen, den Supermarkt, die Autowerkstatt, Banken, Pflegedienste, Sportvereine, Schulen, Hotels, Kulturvereine bis hin zu Theatern und Museen.